Woran ich mich orientiere
Sechs Grundsätze
Fachlich fundiert, aber ohne Fachjargon erklärt – so, wie ich es auch in der ersten Stunde tun würde.
01Verhaltenstherapie ist ein transparentes Verfahren
Richtlinienverfahren nach § 15 Psychotherapie-Richtlinie
Sie erfahren von Anfang an, welches Modell Ihrer Beschwerden wir zugrunde legen, woran wir arbeiten und woran wir merken würden, dass es wirkt. Es gibt keine Deutung, die Sie nicht nachvollziehen können, und keine Übung, deren Sinn ich Ihnen nicht erkläre. Wenn Sie widersprechen, ist das eine wichtige Information und kein Widerstand.
02Wir arbeiten an dem, was jetzt hält
Analyse aufrechterhaltender Bedingungen
Die Frage ist selten nur, wie etwas entstanden ist, sondern warum es bleibt. Welche kurzfristige Erleichterung hat die Vermeidung? Was hält die Grübelschleife am Laufen? Welche Reaktion des Umfelds stabilisiert das Symptom, ohne dass es jemand will? Genau dort lässt sich etwas verändern – schneller, als die Vorgeschichte vermuten lässt.
03Das Wesentliche passiert zwischen den Stunden
Übungsorientiertes Arbeiten
Fünfzig Minuten in der Woche verändern kein Leben. Was verändert, sind die anderen einhundertsiebenundsechzig Stunden. Deshalb gehen Sie aus jeder Sitzung mit etwas Konkretem: einem Protokoll, einer Beobachtungsaufgabe, einem Verhaltensexperiment. Und wir schauen in der nächsten Stunde ernsthaft darauf, was daraus geworden ist.
04Ich halte mich nicht an ein starres Schema
Schematherapie, systemische Arbeit, ACT
Verhaltenstherapie ist der Rahmen, nicht das Korsett. Wenn frühe Beziehungserfahrungen den Kern bilden, arbeiten wir mit Schemamodi. Wenn Ihre Familie das eigentliche System ist, schauen wir dorthin. Wenn sich eine Situation nicht ändern lässt, geht es um Akzeptanz und darum, das Leben trotzdem in die gewünschte Richtung zu bewegen.
05Körper und Medizin gehören dazu
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Schilddrüse, Eisenwerte, Schlafapnoe, Medikamente, hormonelle Umstellungen: Vieles, was wie eine psychische Störung aussieht, hat eine körperliche Seite. Ich frage danach, und ich arbeite – mit Ihrem Einverständnis – mit Hausärztinnen, Fachärzten und Kliniken zusammen. Besonders bei Essstörungen und im Kinderwunschbereich ist das keine Kür.
06Ehrlichkeit über Grenzen
Indikation und Weitervermittlung
Nicht jedes Anliegen gehört in eine ambulante Praxis, und nicht jeder Mensch passt zu jeder Behandelnden. Wenn ich sehe, dass Sie woanders besser aufgehoben wären – in einer Klinik, bei einem anderen Verfahren, bei einer Kollegin –, sage ich Ihnen das früh und helfe beim Weiterkommen, statt Ihnen Ihre Zeit zu nehmen.